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BDSM im hohen Alter

Reblogged from Dark Desire 666:

Ich habe mich gerade gefragt, ob die Neigung zu BDSM wohl mit dem Alter schwächer oder gar ganz verschwindet. Eine, wie ich finde, sehr spannende Frage, denn wie wird wohl BDSM bei Menschen aussehen, die jenseits der 60 sind?

Vielleicht habt ihr ja Lust mal eure Meinung dazu als Kommentar zu schreiben.

Das Thema nehme ich doch dann gerne mal kurz auf. Auch wenn ich von diesem 'hohen' Alter mit vierzig noch ein bisschen entfernt bin, kann ich mir doch, durch Party- und Clubbesuche ein recht gutes Bild von dem Altersschnitt der Szene machen. Bis vor wenigen Jahren,würde ich sogar sagen, wurde die Club- und Partyszene von den älteren Semestern sogar eher dominiert. Das heute auch jüngere Semester auf Partys und Events gehen, hat, denke ich, etwas mit der Öffnung der Szene nach außen und bestimmt auch den Möglichkeiten des Webs zu tun. Können sich doch die Jüngeren jetzt viel besser mit Informationen versorgen, als das in meiner Findungsphase ende der 80er, anfang der 90er war. Vereine wie SMart, die SMJG und auch der BVSM haben da einiges getan. Trotz allem sehe ich auf Partys auch immer wieder ältere Paar und Singles, die mit großer Hingabe spielen. Und gerade auf der dominanten Seite, denke ich, hat eine gewisse Reife und Lebenserfahrung einfach einen größeren Reiz. Ich möchte jetzt niemanden Dominanz absprechen,  aber wenn ich manchmal die Mittzwanziger ansehe, in Lack und Latex, die fast schon Fashion ist und die dann mit gut geübtem, strengen Blick Ihre Partner führen, ich kann mir nicht helfen, das sieht in meinen Augen immer irgendwie nach Schauspiel aus. Und ja, ich weiß, das ist ein ganz klares Voruteil, und in der jeweiligen Konstellation ist es garantiert für beide auch eine feine Sache, aber wenn ich mich da gedanklich in den Bottom oder Sub versetze, habe ich ein Problem, diese Dominanz ernst zu nehmen. Für mich wäre das einfach nichts. Der graumelierte mit der Weste, dem weißen Hemd und dem Rohrstock in der Hand, der gibt dann gleich wieder ein ganz anderes Bild ab. Da klingt eben eine ganz andere Art von Führung und Strenge mit, alleine im Auftreten. Das ist natürlich nur mein ganz eigenes Empfinden, aber ich denke, so ganz alleine stehe ich mit diesen Gedanken nicht.

Differences

Am letzten Wochenende war es endlich mal wieder so weit: Der erste Samstag im Monat; es warDarkDesire-Tag!

Wer die Party kennt, der weiß das es dann heißt: angenehmes Zusammensein, viele nette Perverse und ein Spielplatz, der kaum Wünsche offen lässt. Und so, nach einer längeren Zeit auf Entzug, da Silvester das Büro ohne mich nicht auskam und die Party Anfang Dezember für meinen Engel und mich unter keinem guten Stern stand, waren wir natürlich mal wieder alles: Aufgeregt, latent geil, nervös und bis zum Hals voll mit Ideen und Phantasien. Aber das erste Mal seit langem ohne selbstgemachten Erfolgsdruck.

Als unsere treue Silvie einen Kilometer nach dem Anderen fraß merkte ich, wie die Nervosität meiner Süßen anstieg. Ich erinnerte mich an unser Gespräch ein paar Tage vorher. Da war genau diese Situation Thema. Und mein Engel hatte auch eine Idee, mit einer solchen Situation umzugehen: Keine Zeit für negative Gedanken, für negatives Kopfkino, Sie fordern, in positiven Streß versetzen.

Also begannen wir, direkt nachdem wir ankamen, mit einem kleinen, aber feinen Hintern aufwärmen mit dem Flogger. Ich konnte meinem Engel ansehen, wie die Anspannung im Kopf mit jedem Anspannen der Arschbacken wich, und genau das war es, was wir uns erhofft hatten. Ein Einstieg, eine für uns neue Art und Weise, in eine Party einzutauchen.

Was zur Hölle hat das zu tun mit ‘Unterschieden’? Ganz einfach, diese Aktion hat mich mal wieder ein bisschen offener werden lassen, für die Dinge die mit uns, aber auch um uns herum geschehen. Und was mir richtig auffiel war, wie unterschiedlich die Sessions emotional rüber kamen.

Da waren zwei männliche Tops, die Ihre subs in den Stehkäfig packten, Hände und Füße fixierten und sich stundenlang damit beschäftigten, die beiden Frauen durch die Stäbe zu berühren.

Ein älteres Paar, das eine wirklich harte Session mit Rohrstock, Riemen und Quirt hinlegte und ein wunderschönes Beispiel für emotionales Fangen und an Grenzen treiben zeigte.

Ein jüngeres Paar, diesmal FemDom, das von der Session her ebenfalls Flag, Paddle und Flogger nutzte, bei denen alles unglaublich technisch wirkte, fast emotionslos.

Mannigfaltige Möglichkeiten, alles griff ineinander und funktionierte. Auch wenn es zum Teil Dinge waren, die für uns reizlos waren, die wir, als Spiel oder Session, nicht verstanden oder für uns wollten, es war ein wunderbares Zusammenspiel von Unterschieden, von gemeinsamem Erleben von Erotik und SM, und während unserer Spankingsession, bei der der neue Rohrstock seinen ersten Einsatz hatte und herrliche Marks hinterließ, lernte mein Engel erneut das Fliegen und die Landung und das danach einsetzende Wohlgefühl und die Ruhe, der wir uns in den Ledersesseln hingaben, gab wieder das Gefühl, das alles Richtig und Gut ist!

Hier auch mal ein dickes Danke an Jochen und Mathias, die diese Party unermüdlich am Leben halten!


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